Wie private Bauherren ihre Nerven schonen können

Wirtschaftsmediation im Bauwesen - Wie private Bauherren ihre Nerven schonen können.

Bei Wirtschaftsmediation denkt man unwillkürlich an Großprojekte. Und klar, wer baut schon in seinem Leben eine Autobahn, eine Brücke, ein Geschäftszentrum oder ähnliches? Also erscheint vielen privaten Bauherrn Mediation was für die großen Unternehmen und Auftraggeber zu sein.

Wer aber je Häuslebauer war, weiß oft von belastendem Streit zu berichten. Und wer sein Brot in irgendeiner Weise mit Bauleistungen verdient, der kann bestätigen, dass es, wie im alltäglichen Leben, manchmal gerade die kleinen Dinge sind, die zu großen und oft folgenschweren Missverständnissen führen. Das gilt auch zwischen dem Auftraggeber und den zahlreichen Auftragnehmern, also Bauunternehmen, Handwerker, Ingenieuren, Architekten.

Die häufigsten Konflikte im Bauwesen sind wirtschaftlichen und technischen Ursprungs. Mediatoren könnten hier viel erzählen. Aber wer in einer solchen Situation steckt, den interessieren nicht die Geschichten der anderen, der braucht eine Lösung. Viel könnte man schon im Vorfeld vermeiden, denn Handwerker aus der Umgebung, wie man sie z.B. auf www.renovieren.biz findet, sind meist persönlich bekannt und können auch in der Umgebung Zeugnisse ihrer Arbeit vorweisen.

Hier kann ein Bausachverständiger, der mit dem Mediationsverfahren vertraut ist und über die entsprechende Erfahrung verfügt, unterstützend zur Konfliktbewältigung beitragen. Der Mediator “vom Fach” kann nicht nur die Parteien an einen Tisch bringen, sondern er beherrscht auch die Fachtermini des Bauens, versteht die Problematik und kann aus fachlicher, sachverständiger Sicht Auskünfte erteilen. Mit dieser Unterstützung sind dann die Parteien schnell in der Lage, sich in die Sichtweise des jeweils anderen zu versetzen, eigene mögliche Fehleinschätzungen zu revidieren und eine einvernehmliche Lösung zu finden. So bleibt für den weiteren Verlauf des Bauvorhabens, oder künftige Geschäftsbeziehungen das Vertrauensverhältnis erhalten und ein zeitaufwändiges, kostenintensives Gerichtsverfahren wird vermieden.

Der beste „Nebeneffekt“ dabei ist, dass so Nerven gespart werden. Und vielleicht darf das nächste Projekt dann ein wenig größer sein?

Mediation:
Die Mediation ist ein Verfahren zur freiwilligen Konfliktlösung bzw. -regelung, bei dem die Konfliktparteien auf gleicher Ebene miteinander nach einem strukturierten Verfahren kommunizieren. Dabei steht der Mediator (lat. mediator „Mittler“) für den Vermittler und Gesprächsleiter im Kommunikationsprozess.

Sachverständiger:
Bei der Auswahl eines als Mediator tätigen Sachverständigen empfiehlt es sich, auf den geschützten Zusatz „ö.b.u.v.“ zu achten. Diese Sachverständigen haben ihre besondere Fachkenntnis bei der öffentlichen Bestellung nachgewiesen und wurden vor der IHK (oder anderen Kammern) vereidigt. Viele Sachverständige haben sich auf ihrem Gebiet mit Mediationsfragen beschäftigt. Fragen Sie den Sachverständigen danach. Ein Verzeichnis der Sachverständigen ist im Internet zu finden: http://svv.ihk.de/content/home/home.ihk

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